Neugierige Forscher in der OGS

Gescher.

Schüler und Schülerinnen der OGS Brüder-Grimm-Schule in Gescher entdecken und experimentieren rund um das Thema „Erfindungen die die Welt verändern"

„Wie erfinden Erfinder? Welche Erfindungen gibt es schon? Und wie lange? Wie funktioniert das?“ Viele dieser Fragen stellten sich die Kinder der Offenen Ganztagsschule an der Brüder-Grimm-Schule in Gescher. Die Entdeckerfreude und Kreativität hatte alle angesteckt und der eine oder andere staunte schon mal. „Es ist ein sehr tolles Projekt“, berichtet Jan (9 Jahre). „Am Anfang haben mir das Spiel und das Theaterstück sehr gut gefallen. Auch alles andere war super.“

In Gruppen beschäftigten sich die Kinder zunächst mit den Erfindungen der Vergangenheit und gestalteten eine lange Erfinderstraße. „Zu zwei Erfindungen haben wir besonders viel gelernt, das Rad und die Glühbirne“, erzählt Sarah (10 Jahre). Zu jedem der zwei Themen wurde ein Theaterstück „Die wundersame Reise mit der Zeitmaschine“ aufgeführt. Darin wurde den Kindern die Weiterentwicklung der Technik gezeigt, z.B. von der Nutzung des Feuers, über die Entwicklung von Schwefelhölzern, Kerzen und Fackeln bis zur Erfindung der Glühbirne.

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Viel Unterstützung erhielt das Team der OGS von externen Partnern. Birgit und Carolin Riers vom Kunstradverein Stadtlohn führten Kunststücke vor und die Kinder durften selbst Kunststücke auf den Rädern erproben. Der Zweiradmechaniker vom Zweiradcenter Schweers-Pennekamp zeigte den Kindern die Funktion des Lichts am Fahrrad und den Antrieb durch den Dynamo. Die Hausmeister Peter Robers und Wilhelm Kögging experimentierten mit den Kindern zum Thema Strom und Elektrizität. Die Kinder bauten Stromkreise, eine Kartoffelbatterie und vieles mehr. Sarah (10 Jahre) erzählt: „Ich wusste gar nicht, dass man aus Kartoffeln eine Batterie machen kann. Man muss nur aufpassen, dass keiner die Kartoffel nachher isst.“ Nick (9 Jahre) erklärt: „ Wir haben ausprobiert, welche Dinge Strom leiten. Metall, Kabel und Kohle leiten den Strom gut weiter.“  Außerdem gab es offene Angebote, wie das Bauen eines Luftballonautos und eine Bewegungsbaustelle zum Thema „Drehen und Rollen“.

Ein Höhepunkt war der Besuch der Hochschule in Bocholt. Die Kinder bekamen eine Einführung zum Thema Bionik und Leichtbau von Prof. Dr.-Ing. Alexander Sauer und Prof. Dr.-Ing. Heike Beismann. Schließlich durften die Kinder selbst ein Leichtbauobjekt aus Spaghetti, Klebeband und Schnur konstruieren. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass oben auf der Spitze ein Marshmellow Halt finden musste. Anas (10 Jahre) erzählt begeistert: „Mir hat es es super viel Spaß gemacht. Unser Turm ist 58 cm hoch geworden.“ Erduan (9 Jahre) ergänzt: „Wir hatten den höchsten Turm. Unser Trick war, dass wir ganz viel Klebeband benutzt haben.“

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In der nächsten Woche ist das „Erfinderlabor“ der OGS noch eröffnet. Die Kinder können selbst kreativ werden und eigene Erfindungen aus einer Fülle von Material bauen und konstruieren. Maximilian (8 Jahre) überlegt: „Ich möchte einen Robotervogel aus Holz bauen. Der soll fliegen und Loopings drehen.“

Auf dem Familienfest der OGS werden die Erfindungen ausgestellt. Mit einem Theaterstück und der „Nobelpreisverleihung“ beginnt das Fest. Die Kinder können an diesem Tag ihren Familien wundersame Dinge zeigen und vorführen. Ebenfalls gibt es einige Stationen zu bereits erfundenen Erfindungen, ein Rallye und Spiele zum Bauen und Konstruieren.

Die Kinder und Pädagogen der OGS bedanken sich bei allen Kooperationspartnern, unter anderem die VR-Westmünsterland Bildungsinitiative, für die schönen und spannenden Eindrücke und die ehrenamtliche und engagierte Unterstützung, ohne die so ein Projekt nicht möglich gewesen wäre.
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