Sich vor Sucht schützen

Stadtlohn.

Sucht hat viele Gesichter. Dass nicht nur Alkohol und illegale Drogen dazu zählen, sondern auch beispielsweise Magersucht zu fatalen Folgen führt, stand im Mittelpunkt der Suchtpräventionswoche an der St.-Anna-Realschule in Stadtlohn.
Rund 130 Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen setzten sich damit auseinander, auf welchen Wegen Menschen in die Sucht geraten können, befassten sich aber auch mit der Frage, wie es gelingen kann, aus einer solchen Lebenslage wieder herauszukommen. Die VR-Westmünsterland Bildungsinitiative hat das Projekt finanziell unterstützt, weil es auf besondere Weise den Jugendlichen das Thema Sucht näherbrachte. Ehemals betroffene Abhängige berichteten von ihrer eigenen Vergangenheit. Ihre Worte, ihre Schilderungen, ihre Erinnerungen bewegten die Realschüler im starken Maße. So  erzählte eine Frau, wie es ihr gelang, die Magersucht zu überwinden. Ein früherer Drogenabhängiger berichtete, wie er immer weiter in verschiedene Süchte abgeglitten ist und durch den Sport den Schritt zurück ins Leben geschafft hat.
Die Jugendlichen haben vor allem durch die authentischen Schilderungen erfahren, wie man im alltäglichen Leben durchaus in eine gefährliche Spirale geraten kann, die das Suchtverhalten immer weiter verstärkt. Um sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, wie sehr insbesondere auch Alkohol die menschlichen Sinne beeinflussen kann, haben die Schülerinnen und Schüler an einem Rauschgiftparcours teilgenommen. Sie konnten dabei nachempfinden, wie sich ein Betrunkener fühlt und welche Beeinträchtigungen sein Zustand mit sich bringt. Für das Projekt hat die Bildungsinitiative der VR-Bank Westmünsterland 1.300 Euro zur Verfügung gestellt.
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