Bildungsinitiative spendet Gymnasium Remigianum 3D-Drucker

Borken. Ein Kunstwerk, das Einstein zeigt, hängt an der Wand, die Wände sind mit knallgelben Streifen verziert.


Das es sich bei diesem Raum im Chemie-Trakt des Gymnasium Remigianum nicht um einen gewöhnlichen Unterrichtsraum handelt ist auf den ersten Blick zu sehen.  „Remi Maker Space“ steht an der Wand, die „Maker-AG“ ist hier beheimatet. Hier sollen Schüler erfinden und forschen – E etwa mit 3D-Druckern. Im Rahmen der Bildungsinitiative der VR-Bank Westmünsterland wurde der Maker-Space nun mit vier 3D-Druckern ausgestattet.

Ohne viele Vorkenntnisse erarbeite man sich nun gemeinsam die Möglichkeiten des 3D-Drucks, sagt der betreuende Leherer Volker Lohmann. „Das Plastik wird erhitzt und dann in dünnen Schichten aufgetragen“, erklärt
der Schüler Niclas Berger aus der Maker-AG die Funktionsweise der Geräte. Zu Beginn müsse am Computer ein 3D-Modell erstellt werden. Beim anschließenden Druck entschieden gerade die kleinen Dinge. „Da macht
man auch mal einen Fehler. Aber aus dem lernen wir dann auch“, erzählt der Schüler. Schlüsselanhänger habe man zuletzt produziert und Ausstechförmchen für Plätzchen, die das Logo des Remigianums zeigen.

Das große Ziel sei es, dass an den 3D-Druckern irgendwann auch funktionale Teile hergestellt werden, sagt Lohmann. Außerdem soll es auch ein eigenes Fach geben, in dem die Schüler ihren Erfindergeist nutzen sollen: Forschen und Erfinden. „Das ist nicht nur etwas für Nerds“, betont Schulleiterin Dorothea Nattefort. Es gehe daraum vielen Schülern die Möglichkeiten des MINT-Bereichs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
und Technik) auzuzeigen.

„Hier haben sich viele Leute Gedanken gemacht“, lobte Thomas Blanke, Prokurist bei der VR-Bank Westmünsterland. Bereits im Bereich Robotik habe man gut mit der Schule zusammengearbeitet. Nattefort verwies auf Erfolge in diesem Bereich: Mittlerweile hätten Schüler es geschafft einen Roboter so zu programmieren, dass dieser Weihnachtsgedichte aufsagen könne.

Was die 3D-Drucker eines Tages produzieren könnten steht noch nicht fest. Doch vieles ist möglich – auch die eigene Reproduktion. „Einige Bestandteile der Drucker sind mit anderen 3D-Druckern hergestellt worden“, erklärt es Lohmann, der sich auch privat mit dem Drucken in drei Dimensionen auseinandergesetzt hat. Er hofft, dass künftig viele Schüler von dem Maker-Space profitieren. „Da könnte etwa der Kunstbereich miteinbezogen werden“,
nennt er ein Beispiel. Auch die Schülerfirmen des Remigianums könnten in der Fertigung auf 3D-Druck zurückgreifen.
Quelle: BZ, Stephan Werschkull